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Reisebericht |
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Andreas, Jestetten | 2004-05-19 15:43:11 | Nun sind wir hier. Deutschland kam mir auf der Fahrt nach Hause klinisch sauber und organisiert vor. Am naechsten Tag vor allem gruen, der Himmel Blau, die Luft klar; Man kennt wieder jedes Gesicht das einen umgiebt - wir leben halt in nem Dorf - das ich allerdings eher als unangenehm empfinde, besonders jetzt, wo man frisch zurueck ist und man immer hofft, das einem die Leute nicht fragen: "Und, wie wars denn?" denn nach dem 1000 und ersten mal wirds nervend. Zum glueck kam es bis jetzt noch nicht so schlimm. Wir haben schon wieder Plaene: Rock am Ring findet anfang Juni statt, da werden Johannes, Ich und unsere Kollegen zusammen hinfahren.
Haben wir uns veraendert? Ja.
Aber fragt jetzt nicht in wie fern, denn das koennen wir nur schwer beurteilen. Aber irgend etwas ist anders. Zu Hause ist nichtmehr wie davor, man weiss es jetzt mehr zu schaetzen, und gleichzeitig ist es auch nerviger zu Hause zu sein als davor, besonders wenn einem die Mutter wieder ueberall mit rein pfuscht. Ich freu mich auf jeden Fall schon auf das Studium und meine eigene Wohnung.
Was uns optisch von vorher unterscheidet ist besonders unsere Fisherman Hose, Eine thailaendische duenne Laberhose, die man oben mit einer Schnur bindet. Die zieht ueberall Blicke auf sich. Und unsere Frisur natuerlich! Aber das seht ihr ja dann bald selber. Hier ist die Geschichte wohl zu Ende. Danke fuers mitlesen und -erleben, wir haben uns fuer jeden Besucher und besonders fuer jeden Gaestebucheintrag gefreut!
Fotos gibt es bald! Sind noch in Entwicklung. Einige davon werden wir auf diese Seite hochladen.
Bis dann, Johannes und Andreas
| Andreas, Jestetten | 2004-05-19 15:10:35 | Koh Lanta: Nachdem wir in Krabi von einem parteischen Reisebuero direkt auf Koh Lanta maneuveriert wurden (deren Resorts wir jedoch zuerst ablehnten) befanden wir uns in Mitten einer Insel, voll von Halsabschneidern und Mafioesen Reisebueros, Restaurants und Guest Houses. Wo immer man hin gieng, um nach Rat zu fragen oder einfach nur um etwas zu Essen, lief man direkt in die Hoehle des Baeren, der aufgrund der Low Season auch noch besonders Hungrig war. Wir waren hartnaeckig und haben jeden Braten recht schnell gerochen. Die Insel war bisher der schlimmste Ort in Thailand. Wir hatten eigentlich urspruenglich vor, ca. 5 Wochen zu bleiben, hatten jedoch keinen Erfolg, als wir das Flugticket umbuchen wollten, da die zustaendigen Organisationen entweder nicht zustaendig oder unfaehig waren. So mussten wir die Notbremse ziehen. Das hiess: Runter von der Insel gleich am naechsten Morgen, Bus zurueck nach Bangkok, einen Abend lang Souvenirs einkaufen, unser restliches Gepaeck bei meinem Cousin abholen und ab ins Flugzeug. 36 Stunden nach unserer Entscheidung, waren wir zu Hause, 4 Uhr morgens nach Deutscher Zeit; 9 Uhr nach unserer, der Thailaendischen. Die Nacht haben wir im Flugzeug nach Frankfurt (10 Stunden), im Zug nach Freiburg mit dem guten alten Wochenendticket (4 Stunden) und im Auto von Johannes' Bruder (1,5 St.) verbracht. Alles spontan, aber es hat funktioniert. Die DB Mitarbeiter waren beeindruckend faehige Menschen, wenn man sie mit Thailaendischen Beamten vergleicht.
| Andreas, Jestetten | 2004-05-19 14:53:12 | Jawohl, wir sind zu Hause!
Aber zuerst die Berichte: Koh Tao. Nachdem wir uns von Koh Pa Ngan losgerissen hatten, der Koechin unseres Lieblingsrestaurants ade gesagt und ihr noch zwei CDs fuer ihr Restaurant geschenkt haben (sie hatte bis dahin nur 2 und die wurden mit der Zeit etwas eintoenig) giengs weiter nach Koh Tao, dem Taucher Mekka Thailands. Wir haben uns entschieden dort zu Tauchen anstatt auf Koh Pa Ngan, was besonders deshalb eine gute Entscheidung war, weil wir sonst diese wunderschoene Insel uebersprungen haetten. Ich zaehle den Bungalow, den wir auf der unbewohnteren Seite der Insel, hinter dem Berg hatten, das 250cc Cross-Motorrad, unser Fortbewegungsmittel, und den Tauchgang mit genialem Lehrer und schoenen Tauch Sites zu meinen Higlights der gesamten Reise. Das Motorrad gieng ab wie ein Schnitzel! Die dicken Reifen mit genau so dickem Profil waren genau das richtige fuer die Dreckstrasse, die unser Resort mit dem Rest der Insel ferband. Die Steigungen waren gigantisch und der Weg auch fuer 4x4 Autos eine herausforderung. Nach einiger Zeit haben mir die Schlagloecher jedoch nichtmehr imponiert und ich bin einfach daruebergeheizt. Zu zweit auf einem Motorrad zu fahren war auf der Strasse kein Problem, jedoch im Gelaende eine Herausforderung, da der Vorderreifen bei starken Steigungen wegen dem anderen Schwerpunkt sehr leicht abhob und das Motorrad daher schwer zu lenken war. Der Hinterreifen des Motorrads spulte uebrigens auf den sandigen Strassen auch noch im 2. oder 3. Gang durch, wenn man aufs Gas drueckte.
Die Lage unseres Bungalows war um Welten besser als die unseres letzten. Das Bungalow Resort war abseits von allem Trubel. Nur Meer, Felsen, Bananenbaeume und Kokospalmen, keine geteerten Strassen und was sonst noch stoeren koennte. Schade, dass wir die letzten Tage nicht dort anstatt auf Koh Lanta verbracht haben, aber man weiss ja im voraus nie, was kommt und man will ja auch was vom rest des Landes sehen.
Einen Tag lang waren wir Tauchen mit Phoenix Divers, die sehr zu empfehlen sind! Die zwei Tauchgaenge waren an zwei verschiedenen Tauch Sites. Wir haben arrangiert, dass wir deep-dives haben, mit Lehrer, da wir eigentlich nur bis 18m tauchen duerften. Der Deep-Dive war an den Chumpon Pinnacles, einer Felsformation, deren Fuss auf ca. 35m Wassertiefe liegt und bis in eine Tiefe von 14m hinauf reicht. Mir gefaellt es sehr, so tief zu tauchen, man sieht dann, wie die Luftblasen nach oben hin immer kleiner werden und schliesslich im Blau verschwinden; die Oberflaeche ist ausser Sichtweite. Ich sah dort unten meinen zweiten Hai, der jedoch gleich im staubigen Wasser verschwand, so dass Johannes ihn nichtmehr sehen konnte. Der zweite Tauchgang war Green Rock, wenn ich das nicht verwechsle. Dort konnte man ca. zehn Meter unter Wasser in eine Hoehle hineintauchen, die mehrere Eingaenge hatte. An einem Eingang schien ein riesiger Schwarm kleiner Fische den Schatten zu geniessen und liess sich nichteinmahl stoeren, wenn man durch ihn hindurch tauchte. War echt genial, durch die kleinen, zum Teil nur 50cm weiten Eingaenge zu tauchen und sich in einem im Verhaeltniss riesigen Unterwasserraum wieder zu finden. Einmal fuhr draussen ein Motorboot vorbei, dessen Geraeusche in der Hoehle so gehallt haben, dass es sich genau wie in diesen UBoot Filmen angehoert hat! Unter Wasser kommen die Geraeusche sowieso scheinbar von ueberall, da sich der Schall dort schneller fortbewegt und unsere Ohren daher aufgrund der laengeren Wellenlaenge die Richtung nicht orten koennen. Da wir vor unserer Abreise jedoch nochmal etwas neues sehen wollten, entschlossen wir uns, nach Krabi zu fahren.
| Andreas, Ko Pha Ngan | 2004-05-05 13:36:26 | Zum Glueck ist zur Zeit low-season, dadurch war der Strand nur voll und nicht zugestopft. Wir haben dort kaum einen Baht ausgegeben, denn wir waren nicht in Trinkstimmung. Ausserdem muss man die ueberteuerten Preise (aus Thai-Sicht) ja nicht auch noch bestaetigen. Das heisst nicht, dass uns die Party nicht gefallen hat, es heisst nur, dass wir im gegensatz zu den anderen weder getanzt noch Drogen zu uns genommen noch Thai Maedels gekauft haben. Wir haben uns einfach auf den Strand gesetzt und geschaut, was um uns herum so laeuft. Es sind zwei (huebsche) Thais auf uns zu gekommen. Wir haben gleich gepeilt, was die wollen und haben sie gekonnt ignoriert, was soviel bedeutete wie 'nein, wir wollen euch nicht fuer 15 Euro kaufen'. Es war einfach, sie als Prostitutionierte zu erkennen, schon von der Kleidung her. Es fiel uns jedoch erst einige minuten spaeter auf, dass die ganzen zivil gekleideten Maedels, die mit Westernleuten redeten nicht deren Freundinnen sind, sondern Bezahlmaedchen, die mit ihnen turteln und um den Preis verhandeln. Hin und wieder sind weisse Maenner mit einem Thai-Jungen vorbeigelaufen, haendchenhaltend. Das ist dort ganz normal. Die Transvestiten oder "Ladyboys" wie sie heir genannt werden erkennt man gluecklicherweise entweder am Aussehen, an der Stimme oder am Laufstil. Ob der Kerl in unserem Alter auf einen hereingefallen ist oder ob ihm bewusst war, was er da tut, wissen wir nicht, auf jedenfall sind die zwei zusammen verschwunden. Rechts von uns haben gleich 3 Thai-Kolleginnen drei Italiener angegraben. Als ich mich in den Sand gelegt habe, um den Mond und den Bewoelkten Himmel anzuschauen, hat sich auf einmal ein Ladyboy fragend ueber mich gebueckt, ist jedoch gleich weitergezogen. Hin und wieder hat sich ein netter Thai-Kerl vorgestellt, die haende geschuettelt und wollte ein paar seiner wertvollen Pillen verhoekern. Die meissten haben ein nein gleich akzeptiert, bei einem anderen mussten wir deutlicher werden.
Wir haben am Strand zuvaellig David (Hollaender) und Veronica(fr. Canadierin) wiedergetroffen, die wir in Australien beim Arbeiten kennengelernt haben. Ihre deutsche Kollegin ist, nachdem sie 3 Stunden lang verschwunden war, wieder zurueckgekommen, war auf irgendwelchen Drogen und hatte keine Ahnung, was sie die ganze Zeit gatan hatte. Ihre Tasche hatte sie verloren und mit ihr ihr Handy, Digicam, Motorradschluessel etc. Vielleicht treffen wir heute David und Vero um was essen zu gehen. Alles was ich bereits erzaehlt habe heisst allerdings nicht, dass es uns hier nicht gefaellt, ganz im Gegenteil, es ist sehr interessant das alles zu verfolgen ohne daran teilzunehmen, wir sind doch anstaendig ;). Wir gehen zur Zeit immer in unser Stammrestaurant, "Ristorante Don Danielito", ein von Thais gefuerter Italiener, bei dem wir meisst Thaifood essen und Fruit-Shakes trinken, ausserdem sitzen wir dort auf Thai-Matratzen und lesen Buecher. Nach einem Essen und drei Gaenken betraegt die Rechnung dann zwei Euro pro Person. Manchmal fahren wir auf der Insel umher, z.B. um Tauchschulen zu besuchen und uns zu informieren. Dabei faehrt man - besonders auf der Strasse nach Hat Rin, wo die Vollmondparty stattfindet - an vielen kleinen Bars am Strassenrand vorbei. Da wie gesagt gerade low season ist sind die bis auf ein paar Bezahlemaedchen (davon gehen wir aus) meisst leer. Es erfuellt uns immer wieder mit Freude, wenn uns die Maedchen nachpfeifen, wenn wir zu zweit auf dem Motorrad vorbeiduesen. Das hat Johannes gestern so gefallen, dass er gleich umgedreht hat und nochmal vorbeigefahren ist. Beim zweiten mal umdrehen hat jedoch das Motorrad abgestellt. Ich konnte im Augenwinkel zwei Maedchen auf uns zulaufen sehen. Das Motorrad wollte einfach nicht wieder anspringen. Er hat es immer fester versucht und fast schon panik bekommen, dann ist es gerade noch angesprungen. Und wir sind der Bedrohung um haaresbreite entkokmmen.
Zur zeit versuchen wir gerade, den Billigsten und besten CD laden ausfindig zu machen. Offiziell ist der Preis pro CD meisst 100 Baht (2 Euro) aber es geht ja ums verhandeln. Wir haben schliesslich vor, so 40 CDs auf einmal zu kaufen, da koennen sich die Besitzer ueberlegen, ob sie das geld Wollen oder ob sie es jemand anders goennen. 4000 Baht ist schliesslich ca. ein drittel des durchschnittlichen Monatseinkommens eines Thai (wobei die Touristenabzocker hier sicher mehr verdienen) Wir wollen auch noch einen Tag tauchen gehen, hier soll man durch eine kleine Insel hindurchtauchen koennen, hoert sich interessant an.
| Andreas, Ko Pha Ngan | 2004-05-05 12:55:16 | Vor einigen Tagen sind wir aus Chiang Mai abgereist. Zuerst gieng es per Bus nach Bangkok, von 6 Uhr abends bis 6 Uhr morgens. Nach einem Nickerchen auf einer Bank vor dem Reisebuero, in dem wir unser Gepaeck verstauen wollten, das jedoch erst um 10 Uhr oeffnete, giengen wir wieder zu der Familie meines Cousins. Im Endeffekt haben wir den ganzen Tag dort verbracht, bekamen was zu essen und zu trinken und haben dort eine Dusche genommen, denn es gieng ja am gleichen Tag weiter in den Sueden, d.h. eine zweite Nacht im Bus, direkt im Anschluss an die erste. Ich hab mich diesmal in den Gang gelegt, Johannes auf den Boden am Busende, das war zwar hart, aber bequemer als in den Sitzen. Nach der Ankunft in einer Stadt im Sueden Thailands giengs nochmals in den Bus, zur Faehre, und schliesslich per Faehre auf Ko Pha Ngan, dem Backpacker Mekka Thailands.
Die Straende sind schoen, die Luft heiss, die Palmen hoch... Aber das koennt ihr euch ja selber denken.
Wir leben seit unserer Ankunft in einem frisch errichteten Bungalow Resort, direkt am Strand. Das Doppelzimmer kostet 300 Baht (6 Euro) Um mobil zu sein haben wir uns ein 125cc Cross-Motorroller gemietet, ist schon was anderes mit Kupplung etct. zu fahren (im Gensatz zu den Rollern, die wir zuvor hatten) Das Ding geht gut ab, besonders wenn man alleine drauf sitzt. Ausfahren kann man es hier jedoch nicht, dafuer sind die Strassen zu schlecht, zu kurvig oder zu bevoelkert. Die Strasse hin zu Hat Rin, der Ortschaft, bei der die allseits bekannte Vollmondparty stattfindet ist eine echte herausforderung, wenn man zum ersten mal auf so nem Motorrad sitzt und zudem noch zu zweit. Die Strasse ist teilweise so steil, dass man in den ersten Gang zurueckschalten muss (zu zweit auf dem Motorrad) wobei man aufpassen muss, dass nicht das Vorderrad abhebt, was uns einmal passiert ist. Dazu kommt, dass immer wieder Pick Up-Taxis vorbeiheitzen, die wenig ruecksicht auf andere Verkehrsteilnehmer nehmen. Die habens mit uns sowieso schon verscherzt, da wir sowohl bei der Ankunft mit der Faehre als auch beim Rueckweg von der Vollmondparty jeweils mindestens 20 Mal nach einem Taxi gefragt wurden. Wenn man nein sagt, dann lautet die Antwort nicht "OK" oder "schade" sondern "wo wohnt ihr?" oder "wohin wollt ihr denn?" Dummerweise haben sie Johannes' Antwort "NOT YOUR BUSINESS" nicht verstanden. Tagsueber fahren die durch die Strassen und hupen jeden Touristen an, um ihn darauf aufmerksam zu machen, dass da ein Taxi bereit steht. Bzw sie stehen mit ihren TAXI-Schildern an den Kreuzungen und fragen jeden noch mal extra "Taxi??" als wenn man das Schild nicht schon aus 100m Entfernung gesehen haette und sich in einem nicht bereits beim daherlaufen eine Abscheu gegen dieses Volk im Gesichtsausdruck bemerkbar machen wuerde... Aber es gibt ja neben den Taxifahrern auch noch andere Bewohner auf dieser Insel, wie z.B. die Prostituierten und Extasy-Dealer, was uns wieder zur Vollmondparty fuehrt, die uebrigens groesste Strandparty der Welt!
| Andreas, Chiang Mai | 2004-04-30 11:50:12 | Vor einigen Tagen haben wir uns zwei Roller fuer eine kleine Rundtour gemietet, von der wir gestern wieder zurueckgekokmmen sind. Es hat einige Zeit gedauert, bis wir uns fuer eine Firma entschieden haben. Der Preis lag ueberall bei ca. 3 Euro pro Tag pro Roller plus 1 Euro Versicherung. Der Unterschired lag jedoch in den Versicherungsdetails. Oftmals zahlten die Versicherungen bzw Werkstaetten maximal 1500 Baht im Falle eines Unfalls, das sind ca. 30 Euro, was bei einem Rollerwert von 1000 Eur. mal gar nichts bringt. Ausserdem boten die meissten keinerlei Sicherheit, falls andere in einen Unfall verwickelt werden. Schlussendlich haben wir aber einen geeigneten Anbieter gefunden, der auch unsere Flugtickets anstatt den Reisepass als sicherheit akzeptierte. Und ausserdem ist uns auf der Tour nichts zugestossen. Die Paesse haben wir an der noerdlichen Grenze von Thailand zu Myanmar benoetigt, um aus Thailand aus- und wieder einzureisen. Auf diese Art kann man seine Aufenthaltserlaubnis fuer Thailand beliebig oft verlaengern. Vielleicht sieht ihr uns also nie wieder ;) Am ersten Tag gieng es erst mal nach Chiang Rai, nordoestlich von Chiang Mai. Johannes ist schon mal 50cc Roller gefahren, fuer mich war es das erste mal abgesehen von nem kleinen "Doeff". Fuehrerschein braucht man in Thailand keinen, zumindest wird bei Touristen ein Auge zugedrueckt. An den innerlaendlichen Polizei bzw Zoll-grenzen oder was das auch immer war, hat sich niemand fuer uns interessiert, es wurden immer nur Thais kontrolliert. Die 125 Kubik Roller haben gut gezogen, der 40 Grad warme Fahrtwind hat leider nicht sehr viel gekuehlt. Wir haben uns Zeitlich etwas verschaetzt und so ist die Nacht hereingebrochen bevor wir am Ziel waren. Da bei Nachteinbruch ploetzlich alle moeglichen Insekten von Moskitos bis zu Riesenheuschrecken aus ihren Loechern gekrochen kamen, haben wir unsere stylischen Sonnenbrillen gezueckt, damit uns die Viecher nicht in die Augen fliegen. Wir haben aber recht schnell begriffen, damit damit die Nacht nur noch dunkler wird und ausser dem Bremslicht des Vordermannes nicht mehr viel zu sehen war, was besonders fuer den Vorderen ein Problem darstellte. Wir haben also unsere Augen ganz fest zusammengekniffen und sind so zudem incognito bis nach Chiang Rai gekommen. Die Unterkunft dort haben wir uns im Lonely Planet ausgesucht, ein Doppelzimmer fuer 100 Baht, 2 Euro. Unseren Anspruechen hat es genuegt. Die Toiletten hier sind jedoch etwas anders. Man hockt auf einer Schuessel, die in den Boden eingelassen ist, um sein Geschaeft wie im Wald zu vollbringen. der Duschkopf war zugleich die Spuelung fuers Klo. Der Deckenventilator hat all unsere Beduerfnisse nach Luxus erfuellt. Am naechsten Tag gieng es weiter. Unser Ziel war es, zumindest an die Grenze zu gelangen, um mal in Myanmar (Burma) vorbeizuschauen und wieder nach Thailand einzureisen und uns diesen neuen Einreisestempel zu holen. Die kurze Zeit die wir im Nachbarland verbracht haben war sehr eindrucksvoll. Abgesehen von den vielen bettelnden Kindern hat uns gleich ein Kerl angesprochen, der zufaellig nen Kolleg aus Muenchen hat... bla bla bla... die uebliche Masche, und Touristenfuehrer ist er auch gleich noch, was fuer ein wunder... Nachdem wir ihn abblitzen lassen haben und nach dem Zollhaus nach rechts in die Strasse eingebogen sind, mussten wir feststellen, dass es nur sehr wenige Touristen in Mae Sai weiter als ueber die Bruecke des Flusses zum gegenueberliegenden Zollhaus wagen. Wir wurden von den Bewohnern angeschaut wie Aliens. Wir wollten an einerm Essensstand was essen, ist dort aehnlich wie in Thailand, nur etwas abgesiffter eben. Die Frau hat schnell verstanden, dass wir hunger haben (mit Haenden und Fuessen kommt man immer irgendwie durch) Doch es war ein riesen hin und her, bis wir ihr klar gemacht haben, dass wir gerne nochmal eine Schuessel Suppe wollen. Gieng aber am Schluss auch gut und uebers Trinkgeld hat sie sich auch gefreut. Am Obst- und Gemuesestand wollten wir einige Fruechte kaufen von denen ich den Namen vergessen habe (aehnlich wie Lychees, aber mit Haaren und nussartigem Kern). So sind wir mit der Verkaeuferin ins gespraech gekommen, die uns zwischen den Zeilen erzaehlt hat, dass ihre 19 Jaehrige Freundin (ebenfalls dort gewesen) bereits verheiratet war, jetzt aber wieder frei ist und vielleicht einen Mann gebrauchen koennte... Waren auf jeden Fall nette Maedels und haben uns noch eine andere Frucht, "Manchut", probieren lassen, die ich unmoeglich beschreiben kann. Geschmacklich behaupte ich aehnlich wie Erdbeeren, aber Johannes ist da anderer Meinung. Die Nacht wollten wir in in Fang verbringen, haben es jedoch nur bis Tha Ton geschafft, nachdem es kurz vor Einbruch der Nacht ploetzlich stark angefangen hat zu Winden. Die Thais sind auf der Strasse herumgerannt, um irgendwelche Sachen in Sicherheit zu bringen. Wir sind weiter gefahren, denn wir hatten noch ein rechtes Stueck vor uns, und so hat uns der tropenaehnliche Regen volle Kanne erwischt, bevor wir schliesslich aufgegeben haben und uns pflitsch nass unter eine Bambushuette am Strassenrand gestellt haben, die wohl irgend einem Verkaeufer gehoert. Als es mit dem Regen besser wurde sind wir gleich weiter, es hat jedoch wieder angefangen und so haben wir an der Huette eines Melonenverkaeufers angehalten, der an diesem Abend wohl seine Freunde eingeladen hatte, um etwas zu essen und zu trinken. Wir wurden mit Melonen und Nudelsuppe bedient, dafuer haben wir ein paar unserer Fruechte abgegeben. Schliesslich sind wir doch noch durchnaesst in einem Guesthouse untergekommen.
Am naechsten morgen hatte Johannes etwas probleme mit seinem Magen, wir haben uns da im Pizza Hut (all you can eat) etwas eingefangen, wahrscheinlich war das Eis im Trinken aus schlechtem Wasser, vielleicht haben wir fuer einen euro fuenfzig aber auch einfach so viel gegessen, dass wir unseren Magen langfristig beschaedigt haben. Es gieng dann doch noch weiter. Ich wollte unbedingt mal abseits der Hauptstrassen, in die Berge. Johannes war dagegen, weil er nicht das Risiko eingehen wollte, dass wir wieder nass werden. Ich hab ihm dann aber ein Eis versprochen, falls es wieder zu regnen anfaengt. Die Bergtour war echt schoen und sehr interessant zum Fahren. Die Steigungen extrem, die Kurven kurvig, und hin und wieder kam man an einem einsamen Bergdorf vorbei dessen Bewohner uns natuerlich entsprechend erstaunt angeschaut haben. Kurz nach dem Gipfel standen wir ploetzlich vor einer Schranke, nebenan Militaer mit MGs. Aehnliche situationen (mit Polizisten) hatten wir schon viele, die haben uns aber immer freundlich durchgewunken. Den Militaers haben wir also erst klar machen muessen, dass wir da rueber wollen, was mit der Karte aber zum Glueck ganz einfach war.
Es ist immer wieder amuesant and den Essensstaenden und kleinen Restaurants am Strassenrand einen Stop einzulegen um etwas zu essen. Da sind wir immer eine reisen Attraktion, muessen uns mit so wenigen englischen Worten wie moeglich durchschlagen und am schluss "Kop kun kap" sagen, dafuer bekommen wir fuer ein paar Baht immer was gutes zu Essen (oftmals muessen wir uns halt ueberraschen lassen). Letzte nacht der Reise war in Chiang Dao, bevor es wieder zurueck nach Chiang Mai gieng, wo wir noch ein bisschen den Asiatischen Verkehr mit unseren Rollern genossen. Bei uns wuerde man sagen die fahren wie die gesenkten Saeue, aber wenn man selbst so fahren darf, hat das durchaus seinen Reiz. Auf den Strassen gibt es zwar Linien, aber die werden grundsaetzlich missachtet. An roten Ampeln heisst es: durchschlaengeln, was das Zeug haelt. An Autos vorbei und vor ihnen rueber,... spurwechsel gibts beim Schlaengeln viele. Schlussendlich sind dann alle Roller auf Pole Position und duesen bei gruen als erste los.
| Johannes, Chiang Mai | 2004-04-29 16:56:50 | Da Andreas schon seit Stunden mit der Thai die das Internet-Cafe führt flirtet, schreib ich halt noch ein paar allgemeine Sachen über Thailand. Der Verkehr in den Städten ist echt krass. In Bangkok erstickt man fast am Smog, wenn man mit einem TukTuk fährt. 10 Minuten Fahrt = - 1 Jahr Lebenszeit Das beliebteste Fortbewegungsmittel sind 100cc Roller, auf denen die ganze Familie Platz findet ( 4 Leute ist nix besonderes ). Heute hab ich einen ca. 4-jährigen Jungen auf einem Roller zwischen den Beinen seines Vaters stehen sehen, bei 60 km/h! Manche Mütter halten auch ihre Neugeborenen mit einer Hand fest und geben mit der anderen ordentlich Gas. Gurte gibts selbst in den neuesten Taxis nicht und auch sonstige Verkehrsregeln sind uninteressant. Der Standstreifen wurde hier in einen Motorradstreifen umgewandelt und so kann man also auf 2 Seiten überholen. Interessant sind auch die Ampeln. An grossen Kreuzungen wird angezeigt, wie lange die jeweilige Phase noch dauert. D.h. beim Countdown zu grün wirds immer lauter, da alle an ihrem Gaszug spielen! ( TukTuks in Bangkok machen das immer, da sonst ihr Motor aus geht ) Auf den Strassen gibt es immer etwas zu essen. Alle paar Meter sind Stände, an denen irgendetwas kocht oder bruzelt. Andreas hat schon des öfteren Versuchskaninchen gespielt und einfach gesagt, dass er "das aus dem Topf da" will, ohne es vorher mal gesehen zu haben. Bisher hatten wir damit aber immer Glück, nur einmal war ne Larve in einem Bananenblatt, aber das war wohl eher Zufall!? Ein echtes Highlight hier sind aber die frischen Früchte, die es an solchen Ständen gibt. Normalerweise bin ich ja nicht so der Ananas-Fan, aber hier, wenn sie auf Eis liegen, sind sie nur genial! Wir haben auch einige neue Früchte entdeckt, die es bei uns leider nicht gibt. Eine gute Thai-Erfindung sind Take-Away Drinks. Dabei wir einfach z.B. eine Flasche Pepsi in einen mit Eiswürfeln gefüllten Plastiksack gegossen und mit einem Strohhalm, kann man dann das kalte Nass schlürfen. Die Strassen in Bangkok sind mit Hunden gepflastert! Allerdings sind selbst die grössten Kampfköter ganz schüchtern und laufen meistens jaulend weg, wenn Andi die Hand ausstreckt um sie zu streicheln. Selbst um Katzen zu jagen sind sie zu träge, oder vielleict auch zu schwach, wer weiss. Interessanterweise hab ich noch keine einziges Mal Hundekot entdeckt. Naja, dazu müsste man eben auch was zu fressen finden. Auf öffentlichen Toiletten und in vielen Hotels findet man übrigens kein Toilettenpapier, da die Thais eine Art Dusche benutzen. Am Anfang wunderte ich mich noch, warum der Duschschlauch so kurz ist... :) Die Toiletten, sehen übrigens ähnlich aus wie in Frankreich, einfach ein Loch im Boden und die Spülung ist zumeist manuell, d.h. man schüttet Wasser aus einem Eimer hinein. Auf Märkten, bei Strassenständen und Geschäften wird man immer angequatscht, "Come in, Come in, Looki, Looki, Cheap, Cheap" So, ich hoffe ich konnte Euch einen kleinen Einblick vermitteln, wenn mir nochmal was einfällt, werd ichs Euch wissen lassen.
| Andreas, Chiang Mai | 2004-04-25 22:09:00 | Die letzten zwei Tage waren wir auf einer Trekking Tour etwas ausserhalb von Chiang Mai. In Australien haben die Reisefuehrer als endlos lange und viel erzaehlt; von unseren zweien hier hat nur einer wirklich Englisch gekonnt und der andere nur das wichtigste gesagt. Das ist nicht unbedingt schlechter, aber einfach anders. Die Tour war auf jeden Fall genial, obwohl wir leider in die Trockenzeit geraten sind. Anstatt ueppigem Gruen haben wir meisstens nur ausgetrocknete Reisfelder gesehen, jedoch trotzdem eine gute Vorstellung davon bekommen, wie es dort normalerweise aussieht. Nachdem wir vom Rendevouz Guest House abeholt wurden giengs erst mal auf eine ca. 2 Stuendige Fahrt auf der Ladeflaeche eines Pick Ups (mit Baenken) bevor wir zu Fuss zwei Bergdoerfer besucht haben. Dort leben uebrigens verschiedene Staemme; einer ist chinesischer Abstammung und baut noch auf die gute alte Vielweiberei, jedoch gibt es aus unerklaerlichen Gruenden ein maximales limit von 4 Frauen pro Mann. Einige Kinder des Dorfes haben gerade mit Steinen gespielt als wir angekommen sind; ein Mann hat seinen Hahn fuer den naechsten Kampf geschniegelt. Wie in den Staedten sind auch in den Doerfern Hunde weit verbreitet, jedoch scheinen sie dort meisst zu einer Familie zu gehoeren; in Bangkok liegen sie auf Gehwegen und Bahngleisen herum. In einem der Doerfer haben wir uebernachtet. Als Unterkunft haben wir eine art Huette auf Pfaehlen gehabt, mit riesigen Moskitonetzen ueber den Betten. Frauen werden dort schon mit 12 verheiratet! Nach dem Abendessen am Lagerfeuer hat uns die Dorfjugend ein kleines Staendchen gesungen. Als sie auch was von uns hoeren wollten haben wir mit "We wish you a merry christmas" und "Yesterday" gekontert (2 Englaender, 1 Kanadier, 3 Hollaender und wir) Als ich beim Kochen zugeschaut habe hat mir ein Bewohner des Hauses Thai-Whisky angeboten; hat gar nicht so schlecht geschmeckt fuer den hohen Alkoholgehalt, ist aus Reis gemacht. Allerdings war bei der Sache ein Haken: Danach wollte er von mir Bier, das ich erst fuer 80 Baht von ihm kaufen musste; davon kann er jetzt in die Wirtschaft. Fast vergessen: an einem kleinen Wasserfall (Trockenperiode) haben wir zuvor noch gebadet.
Am naechsten Tag giengs weiter. Nach 2 Stunden Fussmarsch bergauf und bergab und durch viele unbebaute Reisfelder, vorbei an Stroh-Huetten kamen wir am Elephanten-Camp an. Die Englaender sind von uns gegangen und so waren wir zu sechst auf drei Elefanten. Johannes und Ich hatten einen alleine, wobei wir abwechselnd hinten auf dem Sitz und vorne auf dem Nachen des Elefanten gesessen sind. Da muss man schon ganz schoen das Gleichgewicht halten, wenn sich die riesen Schulter so hin und her bewegt, besonders wenn es ueber schweres Terrain gieng, z.B. durch kleine Bachlaeufe. Zum abschied gabs fuer die Elephanten noch was zum naschen. Die haben ne riesige schleimige Zunge! Und man muss aufpassen, damit man von deren Ohren nicht erschlagen wird
Nochmals zwei Stunden Fussmarsch, und wir waren am Ausgangspunkt des "Bamboo-Rafting" Bambus schwimmt aufgrund der Luftkammern im Inneren sehr gut. Viele Bambusstangen zusammengebunden ergibt ein Floss. Wir waren jeweils zu viert auf einem Bambus-Floss und hatten duenne lange Bambusstangen um das Ding voranzubringen. An den Stellen, wo sich normalerweise die Stromschnellen befinden sind wir auf Grund des niedrigen Wasserstandes oft haengen geblieben - waren jedoch trotzdem schneller als die meissten anderen. Einmal haben wir ein Floss mit "Ladyboys" ueberholt. Einer davon hat sein (/ihr) Bier mit einem Strohhalm genippelt bis er mit samt Blumen-Kopfbedeckung ins Wasser gefallen ist. Wenn nur der Nagellack noch drauf ist... Ich dachte schon wir raften einfach gemuetlich nen Bach hinunter, aber ploetzlich hat sich auf den Seiten des Baches eine Art Freizeitdorf fuer Thais aufgetan. In ca. 2*3 Meter grossen Bambus-Plattformen mit Strohdach sassen endlos viele Thaifamilien, die dort gegrillt oder gebadet haben. Zu Beginn hat mich ein kleiner Junge nassgespritzt. Dachte erst das ist ein Frechdachs, aber es hat uns schliesslich praktisch jeder Thai mit Wasser begossen. Uns wurde schnell klar, dass das hier gang und gebe ist. Den Opa, der uns ebenfalls nass gemacht hat, haben Johannes und die Jungs von seinem Floss schliesslich versenkt; die ganze Familie von ihm hat gelacht wie Johannes erzaehlt hat. War echt faszinierend eine ganze Dorfgemeinschaft dort am Bach sitzten zu sehen; und die wuerden dort auch ohne Touristen sitzten. Schliesslich giengs wieder zurueck nach Chiang Mai ins gute alte Rendevouz. Eine kleine aber sehr feine und sehr eindrucksvolle Tour gieng
zu Ende.
| Johannes, Chiang Mai | 2004-04-25 17:22:26 | Bevor Andreas gleich noch über unsere Trekking-Tour berichtet, schreib ich noch ein paar Sachen über Bangkok und Chiang Mai. Bevor wir Bangkok verließen, trafen wir uns noch 2 mal mit Andreas Cousin Keeradi. Er ist bereits 16, recht schüchtern aber ein sehr netter Kerl. Zu erst besuchten wir ihn zu Hause und lernten sogar seine Mutter ( er lebt bei seiner Oma ) und deren Freund Cris (ÖÖsterreicher ) kennen, da sie uns unbedingt kennerlernen wollte, als sie hörte dass wir in Bangkok seien. Wir saßen einen Abend mit ihnen zusammen und aßen "Thailändisches Fondue". Dabei wird hauchdünn geschnittenes Fleisch über heißen Kohlen angebraten, während das herunterlaufende Fett in einen Kranz außenherum tropfte. Zusammen mit verschiedenstem Gemüse, Wasser und Gewürzen hatte man so eine sehr leckere Suppe, die mit jedem Stückchen Fleisch besser wurde. Wir saßen also wieder im Hinterhof in Mitten von den unzähligen Kindern und Hunden und der ungepflegteste Köter von allen hatte grosses Gefallen an Andreas gefunden und Andreas an ihm. Keeradis Mutter bezeichnete Andi als dessen Vater, ihr könnt Euch ja denken warum......! Am nächsten Tag stellten wir fest, dass Andreas am Vorabend den Schlüssel unseres Schließfaches verloren hatte und das kostete uns 1500 Baht ( 30 EUR )!Wir versuchten noch ihn wieder zu finden und fragten den TukTuk-Fahrer der uns zu seinem Cousin gefrahren hatte, ob er ihn vielleicht auf der Rückbank gefunden hätte. Tatsächlich hatte er ihn gefunden und in eine Tasche am TukTuk gesteckt, aber da er jeden Tag ein neues TukTuk von der Verleihfirma bekommt, hing nun der Schlüssel an einem der tausend TukTuks in Bangkok und so hatten wir natürlich wenig Chancen das richtige zu finden! Wir trafen uns nochmal mit Keeradi, spielten mit ihm Billard und gingen ins Kino ( zum Glück Englisch mit Thai Untertitel! ) Wir ließen ihn den Film aussuchen und er entschied sich für "Dawn of Death", einem total bescheuerten Horrorstreifen, aber wenigstens er hatte seien Spass daran! Als wir aus unserem Guesthouse auscheckten, ließ ich Andreas nur für einen Moment aus den Augen und prompt hatte er ein Erlebnis der "anderen" Art: zuerst liess er sich von einem Ladyboy ein Stück Mandarine geben und als er dies verdrückt hatte, ließ er sich von ihr/ihm mit einem von ihr/ihm vorgekauten Stück füttern!!!!!! Seit dem zieh ich ihn täglich damit auf: "Du hast Dich von nem alten, hässlichen Transvestiten mit vorgekauter Mandarine füttern lassen!" ( Andi würd sich bestimmt über Mails von Euch freuen! :) ) Um 22 Uhr sassen wir im Zug nach Chiang Mai. Wir hatten uns für die 2. Klasse mit Ventilator ( Klimaanlage wäre 3 EUR teurer gewesen! Wucher! ) entschieden. 14 Stunden Zugfahrt, 700 km für 10 EUR ist in Ordnung. Die Betten waren überraschend bequem und so verging die Zeit recht schnell.......
| Johannes, Bangkok | 2004-04-20 13:04:21 | Aber das war noch lange nicht alles! Es gibt noch viele Möglichkeiten in Bangkok hereingelegt zu werden! Gestern wollten wir ein Zugticket nach Chiang Mai kaufen, uns als wir am Bahnhof aus dem Bus stiegen, wollten uns 2 Leute ein Ticket auf der Strasse verkaufen. Sie hatten zwar Ausweise der staatlichen Tourismusbehörde, aber die kann ich mir auf Khao San Road auch für 100 Baht drucken lassen! Wir sagten wir überlegen es uns und sind in nem grossen Bogen in den Bahnhof gelaufen. In Bangkok sind sie wirklich alle auf dein Geld scharf und es ist nun mal schwer hier nicht wie ein Tourist auszusehen! Heute Abend treffen wir wie es aussieht doch noch Andis Cousin und Morgen vielleicht ein Pärchen, das wir beim Arbeiten in Echuca kennengelernt hatten.
| Johannes, Bangkok | 2004-04-20 12:57:25 | Tag Nummer 2 in Bangkok war nicht weniger ereignisreich als Tag 1. Wir verliessen unsere Guesthouse um halb 11 um mit dem Bus zum Weekend-Market zu fahren. Laut Reiseführer gibt es dort ein paar Stände mit allem Möglichem und 15.000 Stände allein mit Essen!!! Wir suchten also die Bushaltestelle auf unserer Karte und ein freundlicher Thai bot uns gleich seine Hilfe an. Er erzählte uns, dass er vor 10 Jahren in Bangkok studiert hat und nun wieder in Chiang Mai lebt und nur gelegentlich nach Bangkok kommt. Er riet uns erst später auf den Markt zu gehen, da viele Stände erst am frühen Nachmittag aufmachen würden. Klang logisch, denn selbst auf Khao San Road, fingen die Leute gerade erst an, ihre Stände aufzubauen. Er fragte uns ob er uns einen guten und billigen Platz zum Essen zeigen solle, zu dem er als Student oft gegangen sei. Da wir noch nicht gefrühstückt hatten willigten wir ein und wir liefen liefen hinter ihm her. Wir waren nach den gestriegen Erfahrungen schon etwas misstrauisch, aber er schien wirklich nur ein netter Kerl zu sein. Er führte uns in ein Geschäft nahe Khao San und in einen Fahrstuhl und es wurde uns etwas mulmig. Als im 3.Stock die Türen aufgiengen, waren wir aber gleich beruhigt, da wir immer noch in einem Kaufhaus waren. An einem Kühlschrank blieb er stehen, und zeigte und das billigste Bier Thailands ( leider vergleichbar mit unseren Bierpreisen ). Er wollte, dass wir es probieren und da wir nicht unhöflich sein wollten, probierten wir es und gaben ihm eins aus. Zum Frühstück Bier, das geht ja gut los! Er beriet uns dann auch beim Essen und es war wirklich gut und für 20 Cent schmeckts einem gleich doppelt! Auch hier wurden wir wieder wi Aliens angestarrt, da wir die einzigsten Ausländer waren. Nach einem weiteren Bier setzten wir uns zu einem Freund und einer Freundin von ihm und gaben auch ihnen ein Bier aus. Inzwischen hatte er uns überzeugt anstatt auf den Weekend-Market auf einen schwimmenden Markt zu gehen. Die 2 anderen fragten uns, ob sie denn auch mitgehen dürften. Als wir aber merkten, dass wir auch für sie bezahlen sollten, erklärten wir, dass wir zwar aus Europa sind aber auch nicht gerade im Geld schwimmen. Für unseren Begleiter waren wir bereit zu zahlen, da er uns ein paar gute Tipps gegeben hatte und uns an Orte führen konnte, an die keine anderen Touristen kommen. Sie akzeptierten unsere Entscheidung, gaben uns ein Bier aus ( ablehnen wäre unhöflich gewesen ) und danach gings also zum Fluss. Unser Begleiter verhandelte mit dem Fahrer eines Longtail-Bootes und dieser wollte 2500 Baht ( 54EUR ) von uns!!!!!! Wir sagten dass das viel zu viel sei und sagten 1000 und nicht einen Baht mehr. Der Fahrer akzeptierte ( wir waren uns bewusst, dass das immer noch ein gutes Geschäft für einen Thai war ) und Sane war von unserem Verhandlungsgeschick sehr überrascht. Wir fuhren also los und verliessen den Fluss nach ein paar Metern um durch ein paar kleinere Kanäle zu fahren, die der König anscheinend mal für die chinesischen Einwanderer anlegen ließ. Die Häser dort stehen im Wasser und ein Großteil des Lebens spielt sich auf oder im Wasser ab. Z.B. waschen sich die Leute im Wasser, verrichten aber gleichzeitig ihre Notdurft. Wir fuhren an einer Plattform vorbei, auf dem sich eigentlich die Marktstände befinden, aber wir waren wohl schon zu spät dran, denn die Leute packten schon zusammen. Bei einem Shop/Restaurant legten wir eine Pause ein, da Sane schon wieder durstig war. Vor dem Restaurant schwammen massenhaft Fische, da sie dort immer gefüttert werden und auf Grund eines nahe gelegenen Tempels auch nicht geangelt werden dürfen. Sane hatte inzwischen mehrfach von thailändischen "Spezial-Massagen" geschwärmt , und wollte uns am Abend einen Ort zeigen, an dem wir eine solche bekommen könnten. Wir erklärten, dass wir kein interesse an "speziellen" Massagen hätten, er uns aber gerne einen Ort für traditionelle Massagen zeigen dürfte. Als wir unsere Freundinnen erwähnten zeigte er dann auch Verständnis, faselte aber immer was von "einmal im Leben". Er erzählte uns auch, dass wir in Chiang Mai bei ihm wohnen dürften und dass sein Vater sich sicher freuen würde uns kennen zu lernen, da er sehr gut Deutsch spreche. Nach einer Stunde im Restaurant, setzten wir die Fahrt fort. Es war wirklich schön, zwischen den Häusern hindurchzufahren und die ganz besondere, friedliche und gemütliche Atmosphäre aufzusaugen. Nach insgesamt gut 2 Stunden betraten wir wieder festen Boden. Da wir nicht bemerkt hatten, dass wir nicht genug Geld hatten, um das Boot zu bezahlen, streckte uns Sane 300 Baht vor. Um unsere Traveller Cheques einzulösen liessen wir uns von einem TukTuk zur Khao San fahren und baten den Fahrer zu warten. Als wir zurück kamen, war er jedoch verschwunden, aber da wir noch nicht gezahlt hatten war es sein Pech. Inzwischen war es dunkel geworden und Sane recht angetrunken. Da wir uns zurück gehalten hatten und auch etwas mehr wie ein Thai vertragen, waren wir aber nüchtern. Sane verhandelte mit 3 verschiedenen TukTuks, bis uns einer für einen vernünftigen Preis zu einem Massage-Studio fuhr. Als wir den Laden betraten, brauchten selbst wir nicht lange um zu merken, dass wir nicht in einem Massage-Studio, sondern in einem Bordell gelandet waren! Die Frauen saßen auf 2 treppenförmigen Podesten in der Mitte des Raumes und legten sich gleich mächtig ins Zeug. Sie winkten und riefen uns zu und fingen an einen weiteren Zentimeter Make Up aufzutragen. Wir setzten uns an einen Tisch und erklärten Sane, dass wir ihn nach einer traditionellen Massage gefragt hatten und kein Interesse an einer "speziellen" hatten. Er versuchte uns mit Sätzen wie "einmal im Leben", "so gut wie nirgends auf der Welt" und "sie werden es nie erfahren". Als er merkte dass dies zu nichts führte, sagte er man könne auch eine 2 stündige traditionelle Massage für 1000 Baht bekommen. Wir lehnten auch dies ab, denn auf Khao San kosten die Massagen 250 Baht und traditionell wird vermutlich auch unterschiedlich definiert. Nun wurde unser "Freund" doch langsam pampig, wir könnten doch wenigstens etwas trinken, ein Bier wär auch nur 120 Baht ( im Restaurant 50 Baht ) und wir könnten und dabei die Mädchen ansehen. Inzwischen hatten wir aber total die Nase voll und boten ihm zur Güte an uns noch won anders hin begleiten zu können. Dies passte ihm aber überhaupt nicht und beschimpfte mich sogar, ich hätte doch nur Angst vor den Frauen! Wir standen nun sofort auf und auch sein Lächeln und entschuldigen konnte uns nicht mehr bremsen. Da er eine echt gute Show geboten hatte ( "And the Oscar goes to: Sane!!! " ), brauchten wir eine Weile, bis wir uns 100 prozentig sicher waren, dass er alles genau geplant hatte und dafür bestimmt von dem Bootsfahrer und den Bordellbesitzern bezahlt wird. Da wir aber von vornherein misstrauisch waren, verdienten sie nichts an uns, was wohl auch der Grund dafür war, dass er so pampig wurde. Nachdem wir eine Weile durch die Stadt gezogen waren, und uns alles durch den Kopf gegangen lassen hatten, fuhren wir zurück ins Hostel. Da wir nun gelernt hatten, dass man mit den Thais hart umgehen muss, zahlen wir nun für TukTuks Preise, die für die Fahrer wirklich an der Schmerzgrenze liegen müssen, denn einige verzichten lieber darauf uns mitzunehmen, und das heißt was in Bangkok! Also wir haben aus der ganzen Sache auch was positives herausgezogen und es war ne ganz gute Erfahrung. Währen wir zu Hause auf so jemanden herreingefallen, hätten wir wesentlcih mehr Lehrgeld gezahlt!
| Johannes, Bangkok | 2004-04-20 11:15:21 | FORTSETZUNG Alle Taxis in Bangkok haben einen Taxi-Meter an Bord, und man zahlt für die ersten 2,5 km 35 Baht ( 0,75EUR ) und danach 2 Baht für jede weiteren 500 Meter. Überrachend ist, dass die meisten Taxis ziemlich neue Toyota Corolla sind, lederbezogen und angenehm klimatisiert sind. Als wir ins Taxi zu Andi Cousin stiegen, machten wir den Fehler zu fragen, wieviel es denn kosten wird. Der Fahrer meinte 150 Baht, obwohl uns gesagt wurde es würde nur ca. 60 Baht kosten! Als wir 60 sagten meinte der Fahrer das sei unmöglich und bot uns 120 an. Wir damals doch noch naiven Jungs vom Lande wiligten ein und er fuhr uns zu dem besagtem Ort. Als wir ankamen, zeigte der Taxi-Meter 80 an und wir fragten, ob 120 der Touristenpreis sei. Er spielte uns sein schlechtestes Englisch vor und um nicht ewig mit ihm herum zu streiten gaben wir ihm eben die 120 ( Er kann den Euro wahscheinlich eh besser gebrauchen! ). Im Nachhinein hätten wir ihn einfach mit 80 stehen lassen sollen, aber wir lernen..... Wir fragten also ein paar Leute nach der Adresse, aber niemand wusste wo sie zu finden sei. Eine Gruppe Thais, die am Strassenrand saßen und Thai-Whisky schlürften, riefen für uns nochmal bei der Familie an und die Oma kam uns sofort abholen. Wir schlenderten also mit ihr durch die enge Gassen, rechts und links Holzbarracken, alle paar Meter ein kleiner Karren, hinter dem eine alte Frau frisch zubereitetes Essen verkaufte und zig Kinder und Hunde überall. Hunderte Augen schienen jeden Schritt den wir machten genau zu verfolgen und wir fühlten uns wie Aliens. Die Oma erklärt, was offensichtlich war: "Hierher kommen nicht viele Weiße". Sie schwärmte immer wieder von Andis Onkel Martin, der hier gern gesehen sei, wenn er einmal im Jahr herkäme und schon sehr gut Thai sprechen würde. Sie lachte und meinte, man könnte die Verwandschaft zwischen Martin, Giradi ( Cousin ) und Andreas sehr gut erkennen. Als wir in den Vorhof des Hauses traten, begrüssten uns ein Haufen Hunde und viele Kinder. Die Kinder spielten mit den Welpen, wie mit Puppen und wir warteten nur darauf, dass das ein oder andere Beinchen brechen würde! Zum Glück halten Hunde viel aus. Auffallend war auch, das den meisten Hunden und Katzen in Bangkok die Hälfte des Schwanzes abgeschnitten wird, was wohl aus optisch/modischen Gründen getan wird. Wir unterhielten uns mit zwei der 7 Töchter der Oma, die recht gut Englisch sprechen und wurden von den Kindern umringt. Das jüngste Mädchen, vielleicht gerade 5, fragte uns warum wir denn so grosse und bunte Augen hätten! Kann uns da vielleicht jemand mit einer Antwort aushelfen?! Giradi war leider immer noch nicht nach Hause gekommen und so luden uns die Oma und Tochter Nummer 6 zum Essen ein. Wir fuhren mit einem Taxi zu einem Restaurant und liessen uns beraten. Schlussendlich bestellten wir Hühnchen eingewickelt in Bananenblättern ( die man nat&uum;rlich nicht mit ißt. Tofu/Seetang Suppe, panierten Fisch und Hühnchen süß sauer. Alles war sehr, sehr lecker und Andreas aß, nach guter Deutscher Manier, alles auf. Während dem Essen spazierten nacheinander immer wieder Thais mit ihren Elephanten an der Leine vorbei, die man für ein paar Baht füttern durfte. Wir hielten uns allerdings zurück, da Nr.6 meinte, dass den Elephanten unter Umständen Drogen gegeben werden, damit sie die Nacht über durchhalten. Wenn gerade kein Elephant neben unserem Tisch stand, stand jemand da, der irgendwas zu verkaufen hatte und blieb auch bei einem "Nein, Danke" auf Thai noch eine Weile stehen und starrte einen an. Als wir uns voneinander verabschiedeten, machte sich die Oma schon Sorgen um uns, da sie uns bereits als ihre Söhne in ihr Herz geschlossen hatte.
| Johannes, Bangkok | 2004-04-19 17:45:18 | Nun also der erste Bericht aus Thailand. Gleich vorweg: es gibt viel zu berichten! Also nehmt Euch Zeit, aber ich denke es lohnt sich! ( Leider konnte ich bisher nur die Hälfte des Erlebten schreiben, aber Morgen gehts weiter! ) Freitag Nacht sind wir also in Thailand gelandet. Die Zollkontrolle war so, wie sie alle sein sollten: man drückt dem Beamten nen Zettel in die Hand, auf dem man unterschrieben hat, dass man nichts zu deklarieren hat und läuft einfach weiter. Das Gepäck wird überhaupt nicht kontolliert! Mit dem Bus gings dann zur Khao San Road, der Strasse in der alle Backpacker rumrennen und wohnen. Da es inzwischen 2 Uhr war, haben wir uns sofort ein Guesthouse gesucht und sind gleich ins Bett. Wohnen seit dem, eine Strasse von Khao San entfernt und zahlen für ein Zimmer mit 2 Betten und Ventilator 260 Baht, was ca. 5,60 EUR sind. Kaum waren wir am Samstag aus unserem Guesthouse raus, wurden wir auch schon von einem TukTuk-Fahrer angesprochen. Für 10 Baht ( 0,21EUR ), wollte er uns eine Stunde lang ein paar Buddhas und ein "Export-Center" zeigen. Wir wussten, dass da etwas nicht stimmen konnte, aber da wir gerade nichts besseres zu tun hatten, gingen wir mit. Bei den ersten Buddhas hat uns ein anderer Thai angesprochen, der gerade "auf seine Frau wartete". Wo wir denn her kämen und wie lange wir schon hier sein usw. Rein zufällig hat er einen Freund in Deutschland und er kann ihn "gratis" besuchen, da er einfach in Thailand billigen Schmuck kauft und ihn teuer in Stuttgart verkauft. Auch rein zufällig hat ein Juwelier gerade eine spezielle Promotion und wir könnten uns ein wenig Geld verdiehnen.. Dann gab er uns noch den Tipp, Touren nur bei TAT-Büros zu buchen, da diese staatlich seien und daher billiger und seriös. Nach gut 15 Minuten Redeschwall, verabschiedete er sich höflich und wir gingen wieder zurück zu unserem TukTuk, das brav auf uns wartete. Der nächste Stop war also bei besagtem Juwelier. Als wir auf die Tür zu liefen, öffnete sich die Tür wie von Geisterhand und dahinter erwartete uns ein 6x8 Meter grosser Raum, vollgestopft mit 10 Angestellten, die alle sehr gepflegt waren und in maßgeschneiderten Anzügen steckten, und vielen Vitrinen, in denen ihre "wertvoller" Besitz lag. Wir hatten natürlich sofort unseren persönlichen Berater und alle anderen lächelten freundlich und behielten uns im Auge. Wir schlenderten an den vielen Ringen und Halsketten eher gelangweilt vorbei, während sich James mächtig ins Zeug legte, um uns von der Qualität und dem günstigen Preis zu überzeugen. Die erste Ringe die er uns für unsere Mütter ans Herz legte waren riesige Klunker, für ca. 1500 Baht ( 32EUR ). Danach zeigte er uns schlichtere, aber aufwändiger zu produzierende Ringe, die doch perfekt für unsere Freundinnen wären, zum einmaligen Schnäpchenpreis von 10,000 Baht ( 215 EUR ). Als wir uns mit "vielleicht wenn wir in ein paar Wochen nach Bangkok zurückkommen" verabschiedeten, viel ihnen das Lächeln aus dem Gesicht und eher halbherzig drückte er uns seine Visitenkarte in die Hand. Ohne Schmuck ( entschuldigt bitte Mädels, aber wir haben einfach keinen Platz mehr im Rucksack! ), aber mit einem Grinsen auf den Lippen stiegen wir wieder in unser TukTuk. Da uns unser Fahrer etwas leid tat ( wenn wir etwas gekauft hätten, hätte er gratis Sprit bekommen ) willigten wir zu einem anderen Shopping-Besuch ein. Er fuhr uns also zu einem Kleidergeschäft und meinte, wenn wir nur 5 Minuten drinbleiben würden, würde er 2 Liter Sprit bekommen. Nette Kerle wie wir nun mal sind :), versprachen wir unser Bestes zu tun. Im Laden erwartete uns ein Verkäufer und eine Anzug-Gang die an einem Tisch saß und uns grimmig musterte. Vom Verkäfer in den 1. Stock gefürt, mussten wir feststellen, dass sie hier nur maßgeschneiderte Anzüge fertigten. Mit dem Hinweis, dass wir wohl kaum so aussehen, als brächten wir Anzüge ( unsere Haare wachsen seit 5 Monaten ungehindert in alle Richtungen und unsere Bärte machen den alten Afghanen echt Konkurenz! ), erzählten wir von unserem TukTuk-Fahrer, der doch unbedingt Sprit bräuchte. Der Verkäfer stellte sich aber unwissend und ließ uns grimmig ziehen. Danach fuhr uns unser Fahrer wie versprochen zu einem weiteren Buddha, ein riesen Teil, mitten in einem Wohngebiet. Währen wir nicht so herzlose Farang ( Thai für Ausländer ), hätten wir dort kleinen Vögeln für je nur 100 Baht die Freiheit schenken können und uns bei Buddha Glück und Reichtum erschlichen ( manchmal sind wir aber auch zu blöde! ). Als wir wieder am TukTuk ankamen, verplapperte sich unser Freund ein bisschen und fuhr uns zum TAT-Büro, dass sein Freund erwähnt hatte. Da wir dort keine Tour buchen wollten, sondern nur die Adresse von Andis Cousin in Bangkok ( dass der Sohn seines Onkels sein Cousin ist, hat Andi übrigens erst vor 5 Monaten gerafft! ) zeigten und wissen wollten wo das sei, waren die Leute dort nicht sehr hilfsbereit und wollten uns lediglich eine miese Strassenkarte von Bangkok verkaufen. Als wir zögerten meinte der Kerl: "es sind nur 50 Baht und keine 500!" und daher verabschiedeten wir uns ohne die Karte zu kaufen ( haben sie heute für 40 gekauft. Ha! ). Nach einer weiteren Enttäuschung für den Fahrer, setzte er uns an der Khao San Road wieder ab und da uns ein kleines Stimmchen Mitleid für den armen Mann aus Laos einredete, gaben wir ihm 20 statt 10 Baht ( oh man, das war ja ein ganzes Mittagessen mehr, wir Idioten! ). Nach einigen Stunden rund um Khao San, sprach Andreas 2 Thai-Mädels an, ob sie wüssten wo die Adresse zu finden sei. Sie wussten es leider auch nicht, zückten aber sofort ihr Handy und riefen die Familie seines Cousins an. Andreas sprach dann sogar selbst mit der Tante und der Oma, da er selbst nicht zu Hause war. Sie nannten ihm einen Ort in der Nähe ihres Hauses und meinten, wir sollten wieder anrufen wenn wir dort seien. Nach einer Dusche, schnappten wir uns ein Taxi...."
| Johannes, Sydney | 2004-04-16 02:46:39 | Jetzt sind die 5 Monate Australien tatsälich schon vorbei! In 6 Stunden sitzen wir im Flugzeug nach Bangkok. Seit Mittwoch morgen sind wir schon in Sydney und wir können es immer noch nicht glauben, dass es schon so lange her ist! Gestern abend waren wir wie vor 5 Monaten im Gloria Jean's Coffee Shop und haben die Reise nochmal Revue passieren lassen. Wir hatten ne wirklich gute Zeit und haben viel erlebt und Erfahrungen gesammelt. Wir können nur allen empfehlen auch ins Ausland zu gehen!
| Johannes, Byron Bay | 2004-04-13 07:07:14 | FROHE OSTERN!!!!!! Nun noch ein paar Worte zu Byron Bay: Byron rockt! Obwohl es der bisher mit Abstand touristischste Ort ist, den wir gesehen haben, ist es hier wirklich schön. Das Leben hier ist ziemlich relaxt und die Hippie-Kultur lebt. Und mit ihr wird viel viel Geld gemacht! Auf Empfelung verschiedenster Leute, sind wir in der Arts Factory Lodge abgestiegen. Um einen kleinen See, reihen sich kleine Bungalows, Tippis und ein total überfüllter Zeltplatz aneinander und auf einer Bühne finden täglich 2 Mal Jam-Sessions statt. Allerdings lassen sich die Betreiber die gute Atmosphäre auch teuer bezahlen: 17$ für eine Person im Zelt und 32$ in einem Mehrbettzimmer! Zur Errinnerung: In Cairns zahlten wir für ein Bett 10$ und für 17$ bekommt man oft einen Zeltplatz für 2 Personen mit Strom! Allerdings scheint für die Hippie-Kinder mit Handy und elektronischem Übersetzer Geld keine Rolle zu spielen. Gestern waren wir auf einem sehr coolen Markt, auf dem nur Hippies, Rastafaris, Ökos und Weltverbesserer herrumgelaufen sind. Interessante Waren und faire Preise haben uns ein paar Stunden beschäftigt und uns zu einer neuen Geschäftsidee verholfen, die aber natürlich geheim bleibt! Danach waren wir noch am Strand, haben ein paar Surfern zu geschaut, haben den Leuchtturm besucht und waren am östlichsten Punkt Australiens. Bei unserer Ankunft, haben wir mal wieder einen alten Bekannten getroffen: Robert aus Echuca. Nachdem wir mindestens 2 Monate in verschiedene Richtungen gereist waren, haben sich unsere Wege tatsälich noch einmal gekreuzt.
| Andreas, Byron Bay | 2004-04-13 06:57:13 | Nach unserer Segeltour giengs noch am gleichen Tag weiter nach Hervey Bay. Nach 12 Stunden Busfahrt waren wir um ca. 6 Uhr Morgens da, das Shuttle von Fraser Escape, dem Self-Drive-Safari-Unternehmen bei dem wir unsere Tour gebucht hatten, stand schon da um uns in ihr Hostel zu fahren. Der Tag Unterkunft vor und nach der Tour war im Preis inbegriffen. Wir hatten eine Kombination aus Campingwagen und Huette als Wohnung, mit Eigener Kueche, Kuehlschrank und vier von sechs unbelegten Betten.
Am Vortag der Tour gab es eine Einfuehrungsveranstaltung, an der ein Mitarbeiter von Escape uns ueber die Gefahren der Insel und des Fahrens mit einem Vierrad-Jeep aufgeklaert hat: Weicher Sand, auf dem sich das Auto sehr einfach ueberschlagen kann, Washouts am Strand, dem Highway der Insel, die durch Baeche die ins Meer muenden entstehen; Haie im Meer, Dingoes (wilde Hunde, die sich allerdings als recht scheu herausstellten) etc... Er hat auch gemeint, dass 99% der Dingo-Opfer frauen sind, das hat uns also nicht weiter beunruhigt.
Am naechsten Morgen wurden wir frueh zur Farhre gefahren, fuer die Ueberfahrt nach Fraser Island. Die Faehre hat abgelegt, d.h. jetzt waren wir auf uns alleine angewiesen. Wir waren 11 Leute in einem Jeep: Iren, Englender, Schweizer und wir. Der Jeep hatte einen Dachaufbau fuer unser Gepaeck, Schlafsaecke, Ersatzreifen, Essen, Kocher etc. Zelte befanden sich unter den Sitzbaenken. 3 Tage lagen vor uns. Nach 30 Minuten Ueberfahrt hiess es: Alle Mann ins Auto, Allrad rein und rauf auf die Insel. Frazer Island ist eine fast reine Sandinsel. Das heisst aber nicht, dass es dort keine Baeume und anderes Gruen gibt; es waechst einfach alles auf Sand. Unser Weg fuehrte quer durch die Insel gen Osten, auf Dreck- und Sandwegen versteht sich. Ich hatte zweimal Glueck: Das Mindestalter zum fahren der Jeeps ist 21 und mein 21. Geburtstag fiel genau auf den ersten Tag der Tour. Und in unserer Gruppe hatten die Leute entweder keinen Fuehrerschein, waren zu jung oder hatten kein Interesse am fahren. So blieben als Fahrer nur Anita (eine Irin) und Ich uebrig. Wir haben uns besonders am Anfang immer mal abgewechselt; am Schluss bin ich die meisste Zeit alleine gefahren.
Wir kamen zur Mittagszeit am Lake McKenzie and. Ich habe noch nie einen so sauberen See mit so weissem Sand und so blauem Wasser gesehen. Man kam sich darin vor wie in einer riesigen natuerlichen Badewanne! Ich habe sogar Wasser daraus getrunken und es hat natuerlich viel besser als das chlorierte Zeug aus dem Hahn geschmeckt. Nach einer kleinen Sandschlacht haben wir unser Mittagessen gerichtet; Am Vortag waren Helen und ich fuer diese 3 Tage einkaufen. Wir hatten ein Budget von 220 Dollar fuer alle 11 Personen und sind auf 20 Cent genau herangekommen... Dummerweise hat es auf dieser Insel immer genau dann zu troepfeln angefangen, wenn wir Essen wollten. Ich habe also den Jeep neben die Baenke und den Tisch gestellt und wir haben die Plane darueber gespannt. Hat also alles geklappt.
Es gieng weiter zum Strand, einem eingetragenen(!) Highway mit Flugzeug-Landezonen. Wenn ein Flugzeug entgegen kommt muss man links ranfahren und das Ding Landen lassen. Ist uns aber leider nie passiert, haben die Flugzeuge nur am Strand stehen sehen. Mit 70kmh giengs dann den endlos langen Strand hinauf; links huegel mit gruener vegetation, geradeaus Sand, rechts brechende Wellen. Man muss nur schauen, dass man auf dem feuchten Sand faehrt, denn auf dem trockenen, weichen faengt der Jeep leicht an auszubrechen. Es gibt auf der Insel uebrigens doch Zivilisation; das Dorf Eurong z.B. das sogar geteerte Strassen besitzt. Dort muss man auf 2 Rad Antrieb zurueckschalten um das Differenzial nicht up zu fucken ;) Das haben die leute von den anderen Organisationen wohl nicht gelernt, denn man konnte das Getriebe in den Kurven leiden hoeren. Nachdem wir etwas Feuerholz aufs Dach geladen haben waren wir bereit fuers erste Camp. Auf dem Weg dort hin haben wir uns das beruehmte "Maheno" Schiffswrack angeschaut, das direkt am Strand vor sich hin rostet und echt genial ausschaut.
Das Camp haben wir direkt neben dem Strand etwas hinter einer Duene im Gruen errichtet. Das Auto diente uns als Windschutz, wir haben wieder die Regen-Plane gespannt, die wir zum Glueck nicht brauchten, die 6 Zelte aufgestellt, das Lagerfeuer angezuendet und es uns gemuetlich gemacht. Im gegensatz zu vielen anderen Gruppen war unsere keine Saeufergruppe, aber das war auch gut so, denn Morgens mussten wir als frueh los um vor der Flut ueber den Strand zu kommen. Als Anita uns am zweiten Tag mit vollgas ueber den weichen Sand gefahren hat, weil das Meer von der andreren Seite bereits naeher kam, war es muxmaeuschenstill im Jeep und alle haben gebetet.
Ich habe vergessen zu sagen, dass Johannes und ich wieder einmal Thai-Curry gekocht haben. Das letzte mal war es fuer Scott, Julie, die Boys und uns, also 7 Leute. Dieses mal waren es 11, also eine neue herausforderung. 2kg Chicken, 6 Dosen Coconut-Cream, jede menge Zwiebeln, Knoblauch, Karotten, Curry-Paste, Reis,... Der Camping Kocher wollte da nichtmehr mitmachen, und so musste das Lagerfeuer als Herd herhalten, was besser gieng als erwartet. Es hat scheinbar allen geschmeckt, denn wir haben viele Lobe bekommen.
Am Zweiten Tag giengs zu den Champagne Pools. Ich habe ja bereits gesagt, dass es bei Fraser Island Haie gibt (Tiger-Sharks). Bei den Champagne Pools trennt jedoch eine Felsformation das Meer von einem Tuempel, in den immer wieder Meerwasser ueber die Felsen spritzt. Der Tuempel ist also Hai-frei und man kann dort gut baden gehen. Um an den Indian-Head, einem Riesigen Fels mit gruener Vegetation, von wo aus die Wanderung zu den Pools entlang dem Sandstrand losgieng, zu gelangen mussten wir ein Stueck weichen Sandes bergauf zu den Parkplaetzen ueberwinden. Das hat spass gemacht: Anlauf nehmen, in den zweiten Allradgang schalten, auf Vollgas bleiben und nur nicht langsamer werden bis man ueber den Sand hinweg ist, sonst darf man das Auto ausgraben.
Auf dem Indian Head hatten wir unser zweites Lunch. Leider konnten wir von den Cliffs aus keine Haie und Delphine sehen, (dafuer aber Delphine hier in Byron Bay)
War auf jeden Fall schoen auf den Cliffs zu stehen und das schaeumende Wasser anzuschauen.
Danach giengs wieder zurueck zu dem Washout eines Baches, den wir bereits ueberquert hatten. Das ist genauso spassig: durch einen Bach mit kniehohem Wasser fahren. Man konnte sich den Bach hinunter treiben lassen, hatte aber niemand probiert, da er recht frisch war (verglichen mit den Wassertemperaturen, die wir von Australien so gewohnt sind).
Am Abend haben wir wieder das Camp errichtet, nur hat Jake dieses mal gekocht, und wie immer habe ich wieder was neues dazugelernt, er hat naemlich eine ganz spezielle Art, die Zwiebeln zu kochen. Es gab dann Spaghetti Bolognese, wie es auf dem Einkaufszettel-Entwurf draufstand, was aber auch gut geschmeckt hat. Es hat echt Spass gemacht mit unserer Gruppe, da jeder seinen Beitrag zum gelingen der Tour geleistet hat.
Dritter und letzter Tag: Lake Wabby war unser letzter Stop, denn fuer einen zweiten Besuch von Lake McKenzie war keine Zeit mehr. Im Lake Wabby haben wir Schildkroeten und Riesige Fische Schwimmen sehen. Aber die eigentliche Besonderheit war, dass eine riesige Sandduene direckt in den See hineinlaeuft. Einige wahrscheinlich lokalen Jungs sind mit ihren Body-Boards die Duene hinunter gerutscht, so dass sie auf Grund ihrer Geschwindigkeit auf dem See ca. 20 weitere Meter auf der Oberflaeche gegleitet sind. Da wir knapp bei Zeit waren haben wir unser Lunch am Ablegepunkt der Faehre gegessen und es ist schlussendlich alles genau aufgegangen: Das Essen war genau alle und wir waren auf die Minute puenktlich auf der Faehre.
Die Tour war nun sogut wie vorbei, nur der Abschlussabend in der Bar lag noch vor uns, und das war der haerteste Teil... Es waren alle da von unserer Gruppe und nach einigen Bierchen haben wir sogar den Schrei-Wettbewerb gewonnen. Der lautesten Gruppe (von 3) wurde ein Jug (1,14 Liter) Bier versprochen. Es haben aber dann alle Bier bekommen. Johannes wurde zum besten Koch gewaehlt, Ich zum besten Fahrer, einen besten Trinker gab es noch nicht, aber es haette viele gegeben, waere der Entscheid erst am Folgetag getroffen worden. Johannes und ich wurden zum Vorentscheid der besten Taenzer nominiert, haben allerdings nicht gewonnen. Dafuer haben wir dann besoffen Pool gespielt. Es ist uns dummerweise bis am Schluss nicht aufgefallen, dass einer von uns die Schwarze bereits versenkt hatte. Das war ein langer und schoener Abend. Ich habe von Peter, einem Iren noch zwei Drinks zum Geburtstag bekommen, wir haben uns am Schluss alle umarmt um ade zu sagen und am naechsten Morgen war alles vorbei. Um 6 gieng unser Bus weiter nach Brisbane und Byron Bay. Ich konnte allerdings bis am Abend noch nicht gerade laufen...
Ach ja, mein Geburtstag... Wie schon erwaehnt hatte ich am ersten Tag unserer Tour Geburtstag. Das wussten natuerlich relativ schnell alle. Nachdem Johannes und Ich unser Thai-Curry vollendet hatten, haben alle ein Geburtstagsstaendchen fuer mich gesungen, am Lagerfeuer mit einem Teller Thaicurry in der Hand. Das war echt ein schoener Geburtstag! Jojo hat mir bereits davor beim Kochen mit einer Dose eiskaltem Thooeys New gratuliert. Mein Geburtstag war also obwohl er so schnell angeschlichen gekommen war ein sehr sehr schoener.
| Johannes, Byron Bay | 2004-04-13 06:24:08 | Irgendwann musste es ja einmal passieren: Unsere Segeltour war ein totaler Reinfall! Die Namen der 2 Crew-Mitglieder und des Skippers haben wir nie erfahren und Whitehaven Beach, der Hauptgrund warum wir die Tour gemacht haben, haben wir nie zu Gesicht bekommen! Die Crew war wirklich ein schlechter Witz. Unfreundlich, extrem faul und immer mit sich selbst beschäftigt. Sie haben nichts getan, um den Passagieren einen schönen Trip zu bereiten. Am ersten Tag, gings um 16 Uhr los. Das Erste was uns gesagt wurde, waren die Regeln an Bord und das wir dem Skipper beim Betreten des Bootes nicht die Füsse küssen mussten, war auch gerade alles. Dieser war die arroganteste Person, die mir hier in Australien begegnet ist und dazu noch die zickigste: "Macht doch was ihr wollt, ich bin ja nur der Skipper!" Nach ca. 1,5 Stunden "segeln" kamen wir in einer Bucht an, in der wir die Nacht verbrachten. Wir hatte zwar die Segel oben, aber die Arbeit verrichtete der Motor, obwohl der Wind garantiert eine sehr zügige Fahrt mit unserer "Rennyacht" zu gelassen hätte. Aber das war der Crew wohl zuviel Aufwand. Am Abend gabs immerhin was Anständiges zu essen: Steak und verschiedene Salate. Die Steaks haben 2 Brasilianer zubereitet, die " zur Unterstützung der Crew" ( Hahaha! ) anheuert wurden und daher nur die Hälfte des Tourpreises bezahlen mussten. ( Was immer noch zu viel war! ) Da die 2 auch immer den Abwasch machten, musste die Crew wirklich nichts mehr machen. In Airlie Beach wurden die Boote immer als Party-Yachten verkauft, worauf wir zwar nicht scharf waren, aber als die Musik um 22 Uhr ausging, fanden wir das dann doch ziemlich asi. Trotzallem, sind wir optimistisch in den 2.Tag gestartet. Bereits um 6 Uhr wurden wir liebevoll vom Skipper geweckt ( er machte einfach den Motor an, der sich direkt unter der Schlafkabine befindet ) und nach dem Früstück gings ins Wasser zum Tauchen. Die Ausrüstung war brauchbar, aber auch nicht mehr. Wir konnten allerdings nicht einfach alleine losziehen, sondern mussten hinter einem Guide ( zum Glück von einem anderen Schiff ) her schwimmen. Das Tauchgebiet war recht gut und wir hatten unseren Spass. Zwei Mal sind wir sogar durch kleine Höhlen hindurch getaucht und die riesigen Annemonenfelder waren auch sehr schön. An der Wasseroberfläche holte uns die bittere Realität leider schnell wieder ein. Die Ausrüstung wurde uns im Wasser abgenommen und dann durften wir zum Strand schwimmen. Zitat Skipper: "Ich hol Euch bald wieder ab." Da wir nicht wussten, dass bald in einer Stunde bedeutet, sind wir nicht wieder ins Wasser um zu schnorcheln, sondern haben am Strand gewartet. Nach dem Mittagessen fuhren wir in die nächste Bucht ( natürlich mit dem Motor, aber für 10 Min. Fahrt hätten sich die Segel auch nicht gelohnt ), um dort zu schnorcheln. Eigentlich wäre die Aufgabe des Skippers gewesen, mit dem Beiboot zu patroulieren, falls jemand Probleme bekommen würde, aber er bevorzugte es "mal schnell" aufs Boot zu gehen ( um das Bier von einigen Leute zu trinken ) und sich nur blicken zu lassen, um uns abzuholen. Die Nacht haben wir wieder eine Bucht weiter verbracht. Diesesmal durften wir sogar so lange auf bleiben wie wir wollten! Yuhuu, Danke Skip! Am 3. Tag konnten wir nochmal schnorcheln und nach dem Mittagessen um Viertel vor 11 fuhren wir zurück in den Hafen von Airlie Beach. Und ob ihrs glaubt oder nicht, wir sind tatsächlich gesegelt! Allerdings mussten wir helfen, damit sich die Crew nicht überansträngt. Leider haben wir nie erfahren, wie schnell so eine "Rennyacht" sein kann, obwohl der Wind dafür ideal war! Im Hafen, wollten die doch tatsächlich, dass wir einen Fragebogen ausfüllen, damit sie die Tour "laufend verbessern können"! ;) Wenn sie die Zettel einreichen müssen, verlieren sie garantiert ihren Job, obwohl wir vermuten, dass das Management auch nicht mehr taugt. Am Abend wäre noch ein Nachtreffen gewesen, aber leider leider mussten wir ja auf den Bus nach Hervey Bay. Dort haben wir übrigens eine Schweizerin, die auch auf dem Trip war getroffen und sie erzählte, dass nur sie und die Crew bei diesem Treffen war. Sie war auch die Einzige, die sich je mit dem Crew unterhalten hatte ( durfte? ) und ihr hatte die Tour, so weit ich weiss ebenfalls als Einzige, gefallen. Zu Whitehaven Beach sind wir übrigens nicht gesegelt, weil "der Wind dafür zu stark" war. Vor unserer Abreise hab ich mich aber noch mit einer Norwegerin, die auf einem anderen Schiff war, unterhalten und ihr Schiff war bei Whitehaven.......Von den ganzen Inseln, haben wir gerade einmal 3 Buchten gesehen! Also wenn einer von Euch jemals so eine Tour machen will, NIEMALS MIT TALLAROOK!!!! So genug gejammert! Lest lieber noch den Bericht, über unsere geniale Fraser Island Tour! Aber glaubt ihm kein Wort über die Party am Ende der Tour, das hat er sich zusammen fantasiert!
| Johannes, Airlie Beach bei Whitsunday Isle | 2004-04-04 06:05:28 | Bevor ich weiter unten unsere nächsten Pläne erläutere, schreib ich erstmal über die Reise von Cairns nach Airlie Beach. Airlie Beach ist leider nicht auf unserer Karte eingezeichnet, aber es ist auf dem Festland, direkt vor den Whitsunday Islands ( siehe Karte ). Am Dienstagmorgen um 7 gings mit dem Bus nach Mission Beach. Wir wären zwar gerne wieder getrampt, aber da wir nicht mehr viel Zeit übrig haben, hatten wir uns ein Busticket von Cairns nach Sydney gekauft, mit beliebig vielen Stops zwischen drin. 210$ ( 130 Ören ) für 2500km ist eigenlich auch nicht schlecht. Um halb 10 waren wir dann auch schon im Mission Beach. Als wir aus dem Bus stiegen, begrüssten uns sofort 4 Herren, von verschiedenen Hostels, die jeweils ihres als das Beste anpriesen. Wir entschieden uns für das Hostel, mit dem am Wenigsten aufdringlichen Abgesandten und dass wir die Einzigsten waren, die bei ihm einstiegen empfanden wir als zusätzlichen Reiz. Als wir am "Beach-Shack" ankamen, brauchten wir auch nicht lange um zu merken, dass wir absolut die richtige Entscheidung getroffen hatten. Das Hostel ist nicht besonders gross und die 2 Jungs die es schmeissen sind erst Mitte 20 und ziemlich relaxt. Auf dem Balkon konnten wir gratis Billard spielen und den Blick auf das direkt vor der Haustüre gelegene Meer geniessen. Im Hinterhof gabs einen Pool mit Wasserfall, Fahrräder konnten wir gratis ausleihen, am Computer konnten wir uns mit neuen MP3-CDs eindecken und im Bad hätte es sogar eine Badewanne mit Whirlpoolfunktion gegeben ( leider ist unsere Zeit sooooo knapp! ). Nach ein paar Runden Billard sind wir eine Weile am Palmenstrand entlang gelaufen und haben frische Kokusnußmilch geschlürft. Es gab am Strand sogar extra Vorrichtungen um die Kokusnüsse mühelos zu öffnen. Leider gibt es auch in Mission Beach giftige Quallen und so kann man nur bei einem ganz kleinen Strandabschnitt ins Wasser, der mit Netzen abgesichert ist. Am Abend hab ich mit einem alten, total besoffenen Polen einige Partien Billard gepielt und obwohl ich nüchtern war, hab ich so schlecht wie er gespielt! Am Mittwoch sind wir durch ein Stückchen Wald zu einem andern Strand gelaufen, an dem niemand weit und breit zu sehen war. Von dem Spaziergang hab ich noch einige Andenken in Form von Moskitostichen.Zurück im Hostel haben wir uns zu den Mädels am Pool gesellt und nochmal Billard gepielt, bevor es am Abend das "legendäre?" Beach-Shack BBQ gab. Für 5$ gabs wahlweise Fisch, Steak, Würstchen oder Vegie-Burger mit massenhaft Salat und einem traumhaften Dessert. Nach dem Essen, haben wir uns mit einer Engländerin unterhalten, die 5 Monate lang Freiwilligenarbeit in Belize ( Zentral-Amerika ) gemacht hat. Ein Monat hatte sie Spanisch-Unterricht, 2 Monate hat sie Englisch-Stunden gegeben und 2 Monate war sie im Jungle und hat Hütten und Wege in abgelegene Bergregionen angelegt. War wirklich faszienierdend ihr zu zuhören und dabei haben wir festgestellt, dass das Leben einfach viel zu kurz ist, um viele solche Sachen zu erleben. Zu Beginn dachten wir sie vera****t uns, da sie total zierlich war und nicht den Eindruck einer Dschugelkämpferin machte! Manchmal hatte ihre Gruppe Streit mit anderen Freiwilligen-Gruppen, da sie kaum Zucker hatten und das die einzige Energiequelle darstellte. Eine Zeit lang mussten sie mit einem Löffel Zucker, wahlweise im Tee oder im Haferschleim, pro Tag auskommen! Eigentlich war die Britische Armee dafür zuständig sie im Notfall rauszufliegen und sie mit Nachschub zu versorgen, aber stattdessen mussten sie dehydrierte Soldaten durch den Jungle tragen.....War wirklich sehr interessant. Am Donnerstag sind wir mit dem Bus nach Townsville ( auf einem Zwischenstop haben wir Delphine vor dem Strand entlang schwimmen sehen ) und von dort sofort mit der Fähre weiter auf Magnetic Island, 8km vor dem Festland. Dort kam schon ein wenig Thailand-Feeling auf, da wir in einem total vollgestopften Bus ohne Scheiben schmale Bergstrassen entlang rasten und sich alles um uns herrum lauthals unterhielt. Am nächsten Morgen haben wir uns Fahrräder geliehen, um die Insel zu erkunden. Entgegen aller Warnungen, sind wir doch in Richtung der Berge gefahren, was wir ( oder zumindest ich ) bald bitter berreuten! Zum Glück ging es nur 2km steil bergauf, bevor wir an unserem ersten Stop ankamen. Dort machten wir eine 4km Wanderung zu einem alten Armeefort. Von dort hatte man einen hervorragenden Blick auf verschieden Buchten der Insel und sogar rüber bis Townsville. Danach gings 4km weiter ( Yuhuu bergab! ) ans Nordende der Insel, wo wir eine 5km Wanderung zu 2 sehr schönen Buchten machten, an denen nur eine handvoll FKKler ihr Unwesen trieben. Danach quälten wir uns wieder den Berg hinauf ( ich wusste die Sache hat einen Haken! :) ), dann rasten wir wieder hinunter und kamen total erschöpft am Hostel an. ( Wir hätten uns einfach ein Auto mieten sollen! Manchmal sparen wir wirklich an den falschen Stellen! :) ) Am Samstagmorgen fuhren wir wieder nach Townsville und von dort nach Airlie Beach.......
| Johannes, Airlie Beach bei Whitsunday Isle | 2004-04-04 04:54:45 | Wie bereits vermutet, haben wir es mal wieder geschafft total von unseren Plänen abzuweichen! In 3 Stunden gehts auf eine 3-tägige Segeltour um die Whitsunday Islands und direkt im Anschluss gehts nach Hervey Bay, von wo wir wiederrum für 3 Tage auf Fraser Island, der grössten Sandinsel der Welt, reisen. Dort werden wir eine Self-Drive-Safari machen, d.h. wir fahren mit einem Allrad-Jeep quer über die Insel und campen nachts irgendwo in der Pampa, denn auch hier gibts keinerlei Zivilisation, ausser den anderen hundert Backpackern die mit ihren Jeeps durch die Gegend cruisen. Bei unserer Segeltour ist sogar ein Tauchgang ( wozu hat man denn schliesslich die Lizens! ) und ein paar mal schnorcheln inklusive. Unser ursprünglicher Plan war auf Whitsunday Island zu campen. Allerdings würde uns allein die Überfahrt 120$ kosten. Das 2. Problem wäre, dass das Wetter nicht stabil ist und wir daher für ein paar Tage auf der Insel stranden könnten. Wär ansich nicht tragisch, allerdings gibt es auf der Insel absolut nichts, d.h. unser Strandurlaub würde zum Überlebenstraining im Bush werden! Also haben wir uns für die Langweiler-Variante entschieden, die so ziemlich jeder Backpacker in Australien schon gemacht hat oder noch machen wird. Ich glaub wir haben noch niemanden getroffen, der es nicht mindestens ernsthaft in Betracht gezogen hätte es noch zu machen. Leider heisst das, dass wir fast keine Zeit mehr haben um nach Byron Bay zu gehen. :( Beide Touren zusammen kosten uns auch "nur" 430$, inklusive Unterbringung und Essen, aber unsere Kostenrechnung scheint bis Sydney genau aufzugehen und für Thailand haben wir eigentlich auch mehr als genug eingeplant. Wir wollen dort schliesslich wie die Könige leben!
| Johannes, Cairns | 2004-03-29 12:10:01 | Nur noch 2,5 Wochen bis Thailand! Yuhuu!!!!!! Und diese 2.5 Wochen werden nochmal richtig stressig. Morgen früh Viertel vor 7 gehts mit dem Bus nach Mission Beach, ca. 120km südlich von Cairns. Ist ein ziemlich kleiner Ort, der wunderschöne Strände haben soll, an denen Kokusnusspalmen wachsen. Danach gehts weiter nach Townsville, wo wir eine Fähre nach Magnetic Island nehmen wollen, um dort vielleicht Kajak zu fahren. Da die Insel recht klein ist, könnten wir auch mit dem Fahrrad herrumfahren und ziemlich viel sehen. Der nächster Stop soll dann Airlie Beach sein. Von dort aus wollen wir uns auf einer Insel absetzen lassen und 2 Nächte ( Busch-? ) Campen und den Whitehaven Beach auf eigene Faust erkunden. Nach einem möglichst kurzen Zwischenstop in Brisbane fahren wir nach Byron Bay, dem Surf-Mekka Australiens und nach Nimbin, wo die Hippys noch das Sagen haben. Und wenn alles gut geht sind wir dann so um den 13. in Sydney, um am 16. unseren Flug nach Bangkok zu bekommen. So lautet also unser Plan, aber bisher haben wir ja noch absolut jeden Plan über den Haufen geschmiessen!
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